Die haben vielleicht Schotter!

Schotter, das steht für Geld. Normalerweise mangelt es daran, wenn das neue Haus fertig ist. Wenn also jemand nach dem Neubau noch so viel Geld übrig hat, dass ein Schottergarten angelegt werden kann, dann ist das möglicherweise pure Angeberei „Wir können uns die Steine leisten. Wir sind steinreich!“

Ein schöner Film zum Ärgern, zur Belustigung oder um mal in die Bausatzungen der Länder zu gucken.

https://www.n-tv.de/mediathek/Schottergarten-Trend

dega-galabau.de/Magazin/Archiv/Mit-rauer-Satire-radikal-gegen-Schottergaerten,.

Ergänzungen: Die Landesbauordnungen! Sie schreiben – fast – alle eine Begrünung der Außenanlagen vor. Eine Rasenfläche reicht dazu. Wer dagegen die Außenflächen nur asphaltiert, pflastert oder mit Schotter belegt, betreibt einen SCHWARZBAU.

Definition Schottergarten: Beim Schottergarten wird eine als (Vor-)Garten oder Grünanlage geeignete Fläche mit Schotter oder Steinen belegt. Dafür wird zunächst die Humusschicht in einer Höhe bis zu 50 cm abgetragen und eine Folie verlegt, auf der eine Schotterschicht aufgebracht wird. Neben ästhetischen Gesichtspunkten ist meist die Arbeitsersparnis ein wichtiger Grund für die Entscheidung zu einem Schottergarten. Zu unterscheiden vom Schottergarten ist der Steingarten, wo zwischen einer dünnen Stein- und Felsschicht alpine oder Präriepflanzen wachsen.

Aus Umwelt- und Klimasicht ist ein Schottergarten kritisch zu bewerten:

  • Er stellt eine Bodenversiegelung dar,
  • das Straßen- bzw. Stadtgrün wird reduziert
  • die Fläche heizt sich an warmen Tagen stark auf und speichert – anders als unversiegelter Boden – kein Wasser, schadet also dem Stadtklima
  • häufig wird nach einigen Jahren mit Pestiziden gegen dennoch wachsendes Grün vorgegangen,
  • Schottergärten reduzieren die Artenvielfalt.

Beispiel:

Einstufung als versiegelte Fläche

Kommunen geben als Maß der baulichen Nutzung maximale Anteile an bebauten Flächen, die sogenannte Grundflächenzahl vor. Außerdem berechnen sie Gebühren für abfließendes Regenwasser nach dem Versiegelungsgrad der angeschlossenen Flächen. Die Regelungen werden dabei von Ort zu Ort unterschiedlich bestimmt. In den meisten Kommunen gelten befestigte Schotter- und Kiesflächen als teilversiegelt und werden daher, im Gegensatz zu Grünflächen, mit Gebühren belastet, wenn ein Wasserablauf in die Kanalisation stattfinden kann. Wird anstatt eines wasserdurchlässigen Bodenvlieses für Schottergärten undurchlässige Folie, Beton oder Asphalt verwendet, so liegt Vollversiegelung vor. Für die Grundflächenzahl können Schotterflächen aber auch als vollständig versiegelt, bzw. bebaut, gezählt werden.

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