Februar 2021 Treckerdemos- und was dahinter steckt

Bundesregierung will mit neuem Aktionsprogramm gegen das Insektensterben vorgehen

  • Pflanzenschutz-Anwendungsgesetz und Bundesnaturschutzgesetz sollen geändert werden
    • durch Verbot von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Biozide) in Naturschutzgebieten, Nationalparks und geschützten Lebensräumen (Biotopschutz für Streuobstwiesen, artenreiches Grünland und Trockenmauern)
    • durch Verbot von Unkrautbekämpfungsmitteln in Grünland und Wald obiger Schutzgebiete
    • Einsatz von Pflanzengiften (Herbizide) im Mindestabstand von 10 m von Gewässern
  • Bundesregierung sieht keine Gefahr für Höfesterben, denn es gibt Ausnahmen für
    • Vogelschutzgebiete
    • Sonderkulturen wie Obst und Gemüse, Wein und Saatgutzucht
  • Wird Glyphosat*) jetzt verboten? Noch nicht, aber
    • ja: In Kleingärten, auf Sportplätzen, oder in Parks
    • nein: auf erosionsgefährdeten Böden darf es weiterhin eingesetzt werden
  • Wann wird Glyphosat endgültig verboten? ab dem 1. Januar 2024 (Ablauf der EU-Genehmigung)
  • Ist der Kompromiss gültig? Nein, der Bundestag könnte das Naturschutzgesetz noch verändern. Der Bundesrat muss dieser Verordnung noch zustimmen.

*) Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate. Es ist die biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitband- bzw. Totalherbizide und wurde seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre von Monsanto als Wirkstoff unter dem Namen Roundup zur Unkrautbekämpfung auf den Markt gebracht. Weltweit ist es seit Jahren der mengenmäßig bedeutendste Inhaltsstoff von Herbiziden. Glyphosatprodukte werden von mehr als 40 Herstellern vertrieben. Es wirkt nicht-selektiv gegen Pflanzen, dies bedeutet, dass alle damit behandelten Pflanzen absterben. Ausnahmen bilden Nutzpflanzen, die gentechnisch so verändert worden sind, dass sie eine Herbizidresistenz gegenüber Glyphosat besitzen Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat

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