Einteilung der Gemüsearten I

Man kann die Gemüse unterschiedlich einteilen:

  • nach dem Pflanzenteil, z. B. Wurzel-, Stängel-, Blatt- Blüten- und Fruchtgemüse
  • nach der botanischen Familie, z.B. Kohl-, Nachtschatten-, Gurken- Bohnengewächse, Zwiebelgewächse
  • nach der Verwendung, z.B. für Salate, Suppen- und Eintöpfe, u. ä.

Teil 1 Einteilung nach Pflanzenteil

Wurzelgemüse: Möhren, Knollensellerie, Petersilienwurzel, Pastinake, Radieschen und Rettiche, Rübchen, Später werden weitere genannt

Aus dem Pflanzenteil kann man auf die Eigenschaften schließen.
Wurzeln
– dienen der Verankerung im Boden und der Leitung von Wasser und löslichen Salzen. Folglich enthalten sie viele viele Ballast- und Mineralstoffe.
– Wurzeln dienen als Speicherorgan zur Überbrückung von der ersten zur zweiten Vegetationsperiode. folglich enthalten sie Zucker und Stärkearten, bei lagerfähigen Arten zusätzlich Kork (Ballaststofffe).
– Wurzeln enthalten kein Blattgrün (Chlorophyll).

Stiel- und Sprossengemüse: Spargel, Mangold, Rhabarber, Kohlrabi, Staudensellerie, Fenchel

Stiele Sprossen
– sollen die Blätter/Pflanze dem Licht entgegenhalten,
– leiten ebenfalls Wasser und lösliche Stoffe in zwei Richtungen, folglich enthalten sie Ballaststoffe, sowie Zucker und Mineralstoffe.

Blattgemüse: Kopfsalat, Endivien, Feldsalat, Spinat, Mangold, Kopfkohl, Rosenkohl

Blätter mit ihren Chlorophyllkörnern
– sind die Photovoltaikanlagen der Pflanze.
– Die Umwandlung von CO² und H²O in Traubenzucker mit dem Abfallprodukt Sauerstoff ist ein sehr komplizierter Vorgang.
– Wie für alles, was kompliziert ist, werden viele Stoffe gebraucht, z.B. Eiweiß, Enzyme, Hormone, Vitamine, Mineralstoffe, Zucker, Wasser, Farb- und Duftstoffe, z.T. medizinisch wirksame Stoffe. Entsprechend nimmt man all diese Stoffe beim Essen von Blättern auch mit der Nahrung auf.

Blüten- und wasserreiche Fruchtgemüse: Brokkoli, Blumenkohl, Artischocken; Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbisse
Wasserarme Fruchtgemüse: Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen

Früchte
– sind die „Behälter“ für die Samen, wobei wir wasserreiche und wasserarme Früchte unterscheiden.
– Die wasserreichen Früchte enthalten Farb- und Aromastoffe, Vitamine und Zucker. Sie werden von der Pflanze gebildet, um Tiere anzulocken, die die Früchte fressen und bei der Ausscheidung für die Verbreitung der Samen sorgen.
– Die wasserarmen Früchte (Hülsenfrüchte) sind nur bei grünen Bohnen von Bedeutung, später trocknet die „Schale“ ein. Samen enthalten viel Eiweiß und Fett, Vitamine und Mineralstoffe. Beim Keimvorgang bilden sich Enzyme, Hormone, Zucker.
– Eine Sonderform der trockenen Früchte sind die Getreide, von denen fast nur Mais unreif gegessen wird.

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