Pflanzen und ihre Lebensformen

Vorweg: Unter Vegetationsperiode versteht man die Zeit, in der Pflanzen auf Grund der Klimabedingungen wachsen können. Die Pflanzen haben sich über Millionen Jahre daran angepasst. Die Dauer und monatliche Lage der Vegetationsperiode richtet sich nach der geographischen Breite und der Höhe über N.N.

Vegetationsperiode in:
Mitteleuropa: Zwischen März und Oktober/November

Mittelmeergebiet: weitgehend ganzjährig, evtl. unterbrochen durch Sommerhitze
Nördlich des Nordpolarkreises und im Hochgebirge: Mai/Juni bis August/September
Feuchte Tropen: Ganzjährig
Trockene Tropen: Während und wenige Monate nach Regenzeiten

Hier folgen die Lebensformen, die bei den Gemüsen eine Rolle spielen: Ein- und Zweijährige, Stauden

Die Einjährigen: das sind die Pflanzen, die innerhalb einer Vegetationsperiode keimen – wachsen – blühen – Früchte und reifen Samen bilden – absterben (Beispiel Sonnenblume)
Einjährige Gemüse: Erbsen, Buschbohnen, Radieschen, Kopfsalate, Tomaten, Paprika,

Die Zweijährigen: keimen und wachsen in der ersten Vegetationsperiode – (Winter)Ruhe – blühen – Früchte und reifen Samen bilden – absterben in der zweiten Vegetationsperiode. (Breispiel Vergissmeinnicht)
Zweijährige Gemüse: Möhren, rote bete, Pastinaken, Knollenfenchel, Kohlarten, Endivien

Stauden: keimen in oder nach der ersten Vegetationsperiode – wachsen ein bis mehrere Vegetationsperioden – blühen – Früchte und Samen bilden ein bis mehrere Vegetationsperioden – einziehen auf Überwinterrungsorgane: nach jeder Vegetationsperiode. Die Zeitdauer ist Pflanzenspezifisch, manche Stauden werden nur 3-4 Jahre alt, andere mehrere Jahrzehnte. (Beispiele Hosta, Helleborus orientalis)
Staudige Gemüse: Rhabarber, Topinambur, Knollenziest, Ewiger Kohl, Winterheckenzwiebel,
Etagenzwiebel und andere Zwiebelarten, Meerkohl, Amerikanische Erdbirne,

Bezeichnungen richten sich auch nach Art der Kultur: Zum Beispiel sind die meisten Chilies Stauden bzw.
Halbsträucher, das trifft auch auf Stangenbohnen zu.

Weitere Lebensformen, die bei Kräutern und Obst wichtig sind:

Halbsträucher: Aussaat bis Blüte und Absterben ähnlich Stauden; Pflanze vermehrt sich auch selber vegetativ (siehe dort) (Beispiel Lavendel) Unterschied zu Stauden: teilweise Verholzung der Triebe

Sträucher: verholzende, ausdauernde Pflanze, die vom Boden her mehrere Triebe bildet (Beispiel Forsythie)

Bäume: verholzende, ausdauernde Pflanze, die vom Boden her meistens nur einen Trieb (= Stamm) bildet (Beispiel Eiche)

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