Sutera cordata – Schneeflockenblume

Was vor über 20 Jahren in Weiß unter dem Namen Schneeflockenblume bekannt wurde, blüht mittlerweile in vielen zarten  Blau- und Rosatönen. In der Gartenbauversuchsanstalt Erfurt wurden 2010  28 Sorten getestet (siehe unten stehenden link ).  Dabei ging es allerdings  um die Anzucht. Das Blühverhalten wurde in dieser Untersuchung  nicht beurteilt. Damit erlebte ich in diesem Jahr eine große Überraschung. Während der Hitzeperiode des Sommers 2013 dümpelten die Pflanzen vor sich hin, trotz reichlichen Gießens, wobei die Sorten im Schatten zufriedenstellender blühten. Ab Ende August kehrte sich das Ganze um. Nun startete die fliederfarbene Sorte, die auf dem Bild zu sehen ist, so richtig durch. Der Standort: Morgen- und ein wenig Mittagssonne mit Schutz vor Starkregen. Die Pflanze legte erheblich an Volumen zu, und seit Mitte September wird durchgeblüht mit immer mehr Einzelblüten. Ab September habe ich praktisch nicht mehr gegossen. Depotdüngerreste wurden offenbar ausgenutzt. Wir hatten bisher nur einmal leichten Frost um -1°C. Heute am 13. November  ist die Pflanze schöner denn je und ein wahrer Hingucker. Sie bietet sich als Alternative und wegen der Blautöne auch als Ergänzung zu den herbstlichen Chrysanthemen im Kübel an.  Da sie von Insekten besucht wird, hat sie einen höheren ökologischen Wert, vor allem im Vergleich zu den immer mehr gepflanzten „Garden Girls“, dem Heidekraut, das nie seine Knospen öffnet. Wie alle überhängenden Pflanzen lohnt sich jedoch auch ein Versuch, sie als temporären Bodendecker einzusetzen. Empfehlenswert ist ein Standort, bei dem ein  Strauch oder eine hohe Staude im Sommer vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt, nach dem Laubabwurf jedoch volle Sonne zur Verfügung steht. Ich habe noch keine Erfahrung, wie sie mit Wurzeldruck zurechtkommt.

Sutera cordata ist auch noch als Sutera diffusa im Handel. Die ebenfalls noch gängige Bezeichnung Bacopa rührt von der Ähnlichkeit der Blüten; ansonsten handelt es sich um eine völlig andere Pflanzenfamilie. Sutera cordata ist eine Staude, stammt aus Südafrika und gört zur Härtezone Z8 , das bedeutet, dass sie nur Minusgrade von maximal -12 verträgt. Man sollte sie also lieber im Kalthaus überwintern; bei entsprechender Helligkeit auch in kühlen Wohnräumen bis 15. Damit und auch mit der Stecklingsvermehrung habe ich noch keine Erfahrung, werde es aber bei dieser schönen Sorte auf jeden Fall probieren.

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