Gartenvergnügen im Januar

Schneeglöckchenhorste, rechts oben die abgeschnittenen Lenzrosen

Heute ist der 20. Januar. Es ist ein milder und trockener Tag. Phänologisch haben wir noch Winter, aber mit dem Vorfrühling = Haselkätzchen beginnen zu blühen – rechne ich am Wochenende. Die ersten Winterlinge zeigen ihre grünen Köpfchen. Also muss ich in den nächsten Tagen die alten Blätter der Lenzrosen abschneiden. So kommen in wenigen Wochen ihre Blüten besser zur Geltung. Außerdem will ich die Fläche betreten, bevor die Winterlinge und Schneeglöckchen alle nach oben schieben. Auch das zu dick liegende Laub kann hier schon entfernt werden. Dann erwärmt sich der Boden leichter. Vor Kahlfrost fürchten sich diese Pflanzen nicht.

Was grünt und blüht im Januar? Mit „Grünen“ meine ich hier nur essbare Pflanzen, sonst wird es zu viel. Anders als der auf dem Foto in der Einleitung gezeigte Spitzkohl sind die meisten Pflanzen noch sehr klein und eignen sich für einen gemischten Salat oder eine Kräuterbutter.

Was grünt? Einige Kohlarten – Mangold – Feldsalat – Löffelkraut – Nadelkerbel – Kerbel – Barbarakresse – Petersilie – Knoblauchsrauke – Behaartes Schaumkraut – Gundelrebe

Was blüht? Hamamelis – Winterjasmin – Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum)

Noch blüht das kleine Alpenveilchen (Cyclamen coum) sparsam

Phänologie: Im Januar blüht als erste phänologische Zeigerpflanze für den Vorfrühling die Haselnuss. Weitere Zeigerpflanzen sind Schneeglöckchen, Schwarzerle, Huflattich, Kornelkirsche und Salweide mit Blüten. außerdem beobachtet man das Ergrünen des Dauergrünlandes und den Austrieb der Stachelbeeren.
Der Vorfrühling kann sich bis in den März ziehen.