Warnung vor dem Japankäfer

Japankäfer ist meldepflichtiger Quarantäneschädling

Der Käfer hat in der EU den Status eines meldepflichtigen prioritären Quarantäneschadorganismus. Sein Auftreten muss in Deutschland den Pflanzenschutzdiensten der Bundesländer gemeldet werden. Die Länderbehörden ergreifen dann Ausrottungs- und Monitoringmaßnahmen, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten geeinigt haben. „Die Tatsache, dass der Japankäfer nun im Deutsch-Schweizerischen Grenzgebiet auf der Alpennordseite gesichtet wurde, versetzt die deutschen Pflanzengesundheits-Behörden in Alarmbereitschaft. Um ökonomischen und ökologischen Schäden vorzubeugen, soll unbedingt verhindert werden, dass sich der Käfer in Deutschland etabliert“, sagt Dr. Bernhard Carl Schäfer vom Julius Kühn-Institut (JKI).Er sieht ähnlich aus wie ein Mai- oder junikäfer, ist aber macimal 1,5cm lang und hat einige wesentliche Unterscheidungsmerkmale.
Weitere Informationen siehe Gartenpraxis Japankaefer im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet gesichtet

Der Juli

Herr Stange von der gleichnamigen Baumschule zeigt das Veredeln mit Augen im Juli/August

„Nach dem kanonischen Recht werden im Juli Rosenstöcke veredelt.“- „Die größte Sorge bereitet das Gießen und Sprengen.“ – Da zählt der Gärtner nach Kannen, und bei Betrachtung seiner Pflanzen sagt er „Wirt, noch eins.“ „Mit Hydrant und Schlauch lässt sich natürlich ausgiebiger sprengen.“ – „Besondere Freude aber bereitet ein Schlauch, der irgendwo in der Mitte einen Riss hat, wo er am wenigsten vermutet wird. Ihr steht dann inmitten der emporschießenden Strahlen wie eine Wassergottheit, zu Füßen eine zusammengerollte Schlange, ein überwältigender Anblick! Und seid ihr dann völlig durchnässt, so erklärt ihr zufrieden, nun habe der Garten genug, und ihr geht, um die Kleider zu wechseln. Der Garten aber sagt „uff“, saugt den Springbrunnen ohne zu zucken auf und ist trocken und durstig genau wie zuvor.“

Für den Monat Juli habe ich keine Sprichwörter gefunden, die mir gefallen. Was ich euch aber ans Herz lege, zum Beispiel für die Mittagspause im Liegestuhl, ist das Buch des tschechischen Autors Karel Capek: „Das Jahr des Gärtners“. Es erschien erstmals 1929, wird aber immer wieder neu aufgelegt, weil es so vergnüglich zu lesen ist. Im Klappentext meines Exemplars vom Aufbau-Verlag steht, dass Capek vor allem zwei Gewächse in seinem literarischen Garten hegt und pflegt, nämlich den Humor und die Ironie. Und dabei kann man ganz viel übers Gärtnern erfahren.

Der Juni kam

Eine meiner Lieblingsrosen `Ghislaine de Féligonde´. Sie duftet nach Moschus, erreicht als Kletterose 2-4m Höhe, kann als Rambler aber auch mehr. Sehr gesund, wüchsig und mehrmals im Jahr blühend. Als Schnittrose ungeeignet

Der Juni kam, lind weht die Luft
Geschoren ist der Rasen.
Ein wundervoller Rosenduft
dringt tief in unsre Nasen.
Wilhelm Busch

Kleinstrauchrose Angela´, unentwegt blühend, gesund
aber leider ohne Duft.
`Leonardo da Vinci´ (rechts) duftet sehr schwach, ist aber in jeder Hinsicht zu empfehlen.
Unsere einheimischen Wildrosen (im Bild Rosa canina) bieten auch der Tierwelt reiche Nahrung
Rosa persica ist sehr in Mode
Kaum bekannt: Rosa palustris, die Sumpfrose

Für die Persica-Hybride ist der dunkle Fleck im Inneren der Blüte typisch. Es gibt inzwischen eine ganze Menge Sorten – da wäre doch eine Fahrt ins Rosendorf Steinfurth im Juni mal angebracht. Bei der Rosenunion sind einige Sorten ausgepflanzt.
Rosa palustris wächst tatsächlich im Sumpf. dabei hat unser Moor auf dem Dach gar keinen Tiefgang, was diese schöne, niedrige Strauchrose nicht stört. Sie beginnt später als die meisten anderen Rosen, blüht jedoch lange und manchmal im Spätsommer. Danach schmückt sie sich lange mit Hagebutten.

Die haben vielleicht Schotter!

Schotter, das steht für Geld. Normalerweise mangelt es daran, wenn das neue Haus fertig ist. Wenn also jemand nach dem Neubau noch so viel Geld übrig hat, dass ein Schottergarten angelegt werden kann, dann ist das möglicherweise pure Angeberei „Wir können uns die Steine leisten. Wir sind steinreich!“

Ein schöner Film zum Ärgern, zur Belustigung oder um mal in die Bausatzungen der Länder zu gucken.

https://www.n-tv.de/mediathek/Schottergarten-Trend

dega-galabau.de/Magazin/Archiv/Mit-rauer-Satire-radikal-gegen-Schottergaerten,.

Ergänzungen: Die Landesbauordnungen! Sie schreiben – fast – alle eine Begrünung der Außenanlagen vor. Eine Rasenfläche reicht dazu. Wer dagegen die Außenflächen nur asphaltiert, pflastert oder mit Schotter belegt, betreibt einen SCHWARZBAU.

Definition Schottergarten: Beim Schottergarten wird eine als (Vor-)Garten oder Grünanlage geeignete Fläche mit Schotter oder Steinen belegt. Dafür wird zunächst die Humusschicht in einer Höhe bis zu 50 cm abgetragen und eine Folie verlegt, auf der eine Schotterschicht aufgebracht wird. Neben ästhetischen Gesichtspunkten ist meist die Arbeitsersparnis ein wichtiger Grund für die Entscheidung zu einem Schottergarten. Zu unterscheiden vom Schottergarten ist der Steingarten, wo zwischen einer dünnen Stein- und Felsschicht alpine oder Präriepflanzen wachsen.

Aus Umwelt- und Klimasicht ist ein Schottergarten kritisch zu bewerten:

  • Er stellt eine Bodenversiegelung dar,
  • das Straßen- bzw. Stadtgrün wird reduziert
  • die Fläche heizt sich an warmen Tagen stark auf und speichert – anders als unversiegelter Boden – kein Wasser, schadet also dem Stadtklima
  • häufig wird nach einigen Jahren mit Pestiziden gegen dennoch wachsendes Grün vorgegangen,
  • Schottergärten reduzieren die Artenvielfalt.

Beispiel:

Einstufung als versiegelte Fläche

Kommunen geben als Maß der baulichen Nutzung maximale Anteile an bebauten Flächen, die sogenannte Grundflächenzahl vor. Außerdem berechnen sie Gebühren für abfließendes Regenwasser nach dem Versiegelungsgrad der angeschlossenen Flächen. Die Regelungen werden dabei von Ort zu Ort unterschiedlich bestimmt. In den meisten Kommunen gelten befestigte Schotter- und Kiesflächen als teilversiegelt und werden daher, im Gegensatz zu Grünflächen, mit Gebühren belastet, wenn ein Wasserablauf in die Kanalisation stattfinden kann. Wird anstatt eines wasserdurchlässigen Bodenvlieses für Schottergärten undurchlässige Folie, Beton oder Asphalt verwendet, so liegt Vollversiegelung vor. Für die Grundflächenzahl können Schotterflächen aber auch als vollständig versiegelt, bzw. bebaut, gezählt werden.

Tipps und Tricks

Mal sehen, ob hier was zusammenkommt.

Ende Mai kann man Stauden wie z.B. Phlox, hohe Astern, Fetthennen, Winterastern, kurz alle, die gerne auseinanderfallen, beschneiden. Auch wenn es wehtut, es hilft. Die äußeren Stängel werden um etwa ein Drittel gekürzt. Die Verzweigung stützt die inneren Stängel. Die Blütezeit verlängert sich um zwei-drei Wochen. Die abgeschnittenen Teile kann man im Wasser oder in Stecklingserde bewurzeln.

Literaturempfehlung

Hendriks, Annemieke: Tomaten – Die wahre Identität unseres Frischgemüses – Eine Reportage, Be.bra verlag Berlin 2017

In diesem Buch geht es nicht um Tomaten, ihre Vielfalt, ihre Anzucht im Privatgarten. Hier geht es um die Rolle, die die Tomate als Wirtschaftsfaktor in Europa spielt. Gärtnerfamilien werden vorgestellt, was ist regional an der Tomate, die wir im Laden kaufen? Der Kampf um Patente, Brüssel als Milchkuh und Prügelknabe, der Wahnsinn des europäischen Marktes. Gute Sorten-alte Sorten? Tomatenzucht zwischen Niederlanden, Spanien und Rumänien. Südeuropas Tomatenplantagen und die Sklaverei. und polnische Rettungsbrigaden.
Dieses Buch ist kaum bekannt, aber sehr spannend zu lesen. Und es räumt mit einer Menge an Irrglauben auf.

Wildblumen in den Rasen – mit Hilfe der Maulwürfe

Sieht Ihr Rasen so ähnlich aus wie diese Wiese? Super!

Auf dem Weg zur Blumenwiese hatten Sie jetzt schon einen fleißigen Helfer.
Vorgeschichte siehe unter Biebertaler Bilderbogen Wieder Ärger mit Grabowski

Machen Sie folgendermaßen weiter:
Nehmen Sie alle Erde bis auf Rasenniveau ab und verwenden sie diese für Aussaaten im Zimmer oder als Blumentopferde. Die Fläche nun nicht glatt klopfen sondern direkt darauf die Samen streuen. Mit feiner Brause kurz angießen. Oder Sie besorgen sich fertige Wiesenpflanzen. Eine pro Hügelfläche reicht.

Pflanzen für trocken, sonnige Standorte

Echte Schlüsselblume
Kriechender Günsel
Hundsveilchen
Kleiner Wiesenknopf
Wiesenmargerite
Rundblättrige Glockenblume
Gemeine Schafgarbe
Wiesen-Storchschnabel
Wiesensalbei
Tüpfel-Johanniskraut
Moschusmalve
Wiesenflockenblume
Skabiosenflockenblume
Kalk- Aster
Echte Goldrute

Primula veris
Ajuga reptans
Viola canina
Sanguisorba minor
Leucanthemum pratense
Campanula rotundifolia
Achillea millefolium
Geranium pratense
Salvia pratensis
Hypericum perfoliatum
Malva moschata
Centaurea jacea
Centaurea scabiosa
Aster amellus
Solidago virgaurea

gelb, April-Mai
blau, Mai
violett, März – April (Mai)
dunkelrot, Mai – September
weiß, Mai-Juni
blau, Mai – Juli
weiß, Mai – Oktober
blau, Juni-Juli
violett, Mai – Juni
gelb, Juni -Juli
rosa, Juli – September
rosa, ab Mai, +nach Mahd
rosa-violett, Juni – August
violett, September-Oktober
gelb, August bis September

Hohe Schlüsselblume
Kuckuckslichtnelke
Bachnelkenwurz
Wiesenschaumkraut
Sumpfziest
Schlangenknöterich
Märzenbecher
Schachbrettblume
Pfennigkraut
Blutweiderich
Gilbweiderich

Primula elatior
Silene flos-cuculi
Geum rivale
Cardamine pratensis
Stachys palustris
Bistorta officinalis
Leucojum vernum
Frittillaria meleagris
Lysimachia nummularis
Lythrum salicaria
Lysimachia thyrsoides

gelb, März – April
rosa, Mai-Juni
rosa+braun, Mai
blassrosa, April-Mai
dunkelrosa, Juni
rosa, Mai
weiß, März
dumpf-purpur, April-Mai
gelb, kriechend, Mai – Juli
violett, ab Ende Juli-September
gelb, Juli-August, sehr feucht